Gegen Ende der 70er Jahre häufen sich merkwürdige und unerklärliche
Vorfälle, die über das Maß des üblichen Vandalismus hinausgehen, mehr
sein müssen als Racheakte von Minoritäten oder Umtriebe
Geisteskranker. Öffentliches und privates Eigentum werden vorsätzlich
beschädigt, Theater- und Konzertaufführungen gestört,
Freizeiteinrichtungen verwüstet. CRUPP (Center for Research on Urban
Policy and Planning) hat die Urheber dieser Krawalle bald
identifiziert:
Es sind Frührentner und Arbeitslose, deren Arbeitsplätze
wegrationalisiert wurden, die zwar gut versorgt sind, aber vor
Langeweile umkommen. Und ihre Zahl wächst von Jahr zu Jahr. CRUPP
möchte seine Ergebnisse aber erst veröffentlichen, wenn es auch eine
Lösung des Problems anbieten kann, doch dieses erweist sich als
vertrackt: Es scheint unmöglich, die tief eingewurzelte
protestantische Arbeitsethik zu beseitigen und Freizeitwerte
attraktiv zu machen. Die Leute wollen partout arbeiten. Die Lage
spitzt sich zu. Die Präsidentenwahlen rücken näher.
…
… oder wofür sie mit Geld bezahlen. Darum sollte man, statt sie für
ihre Arbeit zu bezahlen, für ihre Arbeit bezahlen lassen! Die
begehrtesten Jobs werden natürlich am meisten kosten. Je älter der
Beschäftigte, desto mehr muß er für seinen Arbeitsplatz berappen, und
so weiter. Wir brauchen nur eine Art umgekehrter Lohnskala
auszuarbeiten, das ist alles. Es ist nichts dabei. Leute wie ich, die
arbeiten müssen, wenn sie nicht durchdrehen wollen, werden sich eben
die Jobs kaufen, die sie brauchen. Die anderen bleiben einfach zu
Hause und widmen sich ernsthaften Spielen oder anderen Zer
streuungen. Da sie auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr in Erscheinung
treten, wird es für alle Arbeitswilligen genug zu tun geben.
Es ist so einfach«, wiederholte er kopfschüttelnd, »daß ich
wahrhaftig nicht verstehe, warum noch kein anderer daran gedacht hat.